Licht in der Kinderuni Aalen
von: Photonics BW

Umringt von kleinen Forschern: Prof. Thomas Hellmuth beim Experiment (HTW Aalen)
“Die Kinderuni Aalen startete ihr Programm im Jahr 2000 zu den Themenfeldern Chemie, Mathematik, Maschinenbau, Elektronik, Informatik und Optik. Von Anfang an stand das Ziel im Vordergrund, junge Menschen schon in der Grundschule für Naturwissenschaft und Technik zu interessieren. Gerade Kinder sind technischen Effekten gegenüber sehr aufgeschlossen und wollen Zusammenhänge verstehen. Dabei zeigen sie lebhaftes Interesse und entwickeln kreative Fragen und Modellvorstellungen.
Wie kann man aber die Aufmerksamkeit von 500 Kindern der Klassenstufen drei bis fünf im Hörsaal neunzig Minuten lang fesseln? Das Thema Licht ist dafür bestens geeignet. Mit der Frage, woran es liegt, dass es die Schildbürger nicht schaffen, Licht in Eimern und Mausefallen in das fensterlose Rathaus zu bringen, weckt Prof. Hellmuth von der Hochschule Aalen den Sinn der Kinder für scheinbar paradoxe Phänomene, zuletzt am 9. Mai 2009. Im gleichen Stil bewegt er sich dann von einer überraschenden Photoneneigenschaft zur anderen, immer der Frage nach: „Was ist Licht?“

ie „schwer“ sind Photonen? Der Einfluss der Gravitation auf Licht ist eines der Themen der Kinderuni Aalen (Bikold: T. Hellmuth)
Besonders gut finden sich bekanntlich Kinder mit der Betrachtungsweise Albert Einsteins zurecht. So bereitet es keine Schwierigkeiten, dem Auditorium zu vermitteln wie „schwer“ Photonen sind und wie das mit Hilfe einer Sonnenfinsternis zu messen ist. Verblüffend ist auch das unvoreingenommene Verhältnis der jungen Zuhörerinnen und Zuhörer zur Mathematik. Mit den Regeln der Algebra für die additive und subtraktive Farbmischung Farben vorherzusagen bereitet ihnen keinerlei Probleme. Schließlich weiß heute fast jedes Kind, dass die Farben eines Computermonitors aus Rot, Grün und Blau zusammengesetzt werden und Magenta, Gelb und Cyan die Druckerfarben sind.
Selbstverständlich wird es zwischendurch auch einmal unruhig im Hörsaal. Da sind dann Experimente gerade die richtige Abwechslung. Eine überdimensionierte Glaslinse mit über einem Meter Durchmesser verdeutlicht den Zuhörern den Unterschied zwischen virtuellem und reellem Bild. Natürlich ist das Thema „Laser“ der Renner. Mit Powerpoint-Animationen ist stimulierte Emission leicht erklärt und der letzte Zuhörer ist aufgewacht, wenn es gelingt mit Hilfe eines Laserstrahls einen farbigen Luftballon in einem weißen platzen zu lassen, ohne dass der weiße dabei Schaden nimmt.
Für alle Beteiligten ist solch eine Kinderuniveranstaltung eine aufregende Sache. Nützlicher Nebeneffekt: Die Wertschätzung für die Arbeit der Lehrkräfte an unseren Schulen gewinnt ganz besonderes Gewicht. Schließlich leisten sie das jeden Tag.”
Kontakt:
Prof. Thomas Hellmuth
Hochschule Aalen
Beethovenstraße 1
73430 Aalen
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