Jan 11
hier kann man selbst Hand anlegen und die Geheimnisse der Optik erleben (Quelle: Munich Centre for Advanced Photonics)

hier kann man selbst Hand anlegen und die Geheimnisse der Optik erleben (Quelle: Munich Centre for Advanced Photonics)

Laserexperimente für Schüler im neugegründeten PhotonLab

Seit ihrer Entdeckung vor gut 50 Jahren hat die Laserphysik einen beeindruckenden und einmaligen Siegeszug angetreten. Trotzdem hat diese Schlüsseltechnologie nur in geringem Maß Eingang in den Lehrplan gefunden. Tiefere Einblicke in die Laserphysik und vor allem eigenes Experimentieren mit Lasern ermöglicht jetzt der Exzellenzcluster „Munich-Centre for Advanced Photonics“ im neu gegründeten Schülerlabor „PhotonLab“.

Unterstützung von Silke Stähler-Schöpf (rechts) gibt es immer (Quelle: Munich Centre for Advanced Photonics)

Unterstützung von Silke Stähler-Schöpf (rechts) gibt es immer (Quelle: Munich Centre for Advanced Photonics)

Das „PhotonLab“ bietet im Moment etwa 15 Schülern gleichzeitig die Möglichkeit, gefahrlos eine Reihe eigener Experimente durchzuführen. Beispielsweise können die Schüler mit einem Laser die Dicke des eigenen Haares oder die Speicherkapazität einer CD oder DVD messen. Ein besonderes Highlight ist, Musik mit Licht zu transportieren und in einer anderen Ecke des Labors wieder abzurufen. Mit einem Interferometer können die Schüler die Wellenlänge eines Lasers bestimmen und dabei hautnah erfahren, wie sehr sich das Interferenzbild bereits durch geringe Längenänderungen verändert. Außerdem steht ein Demonstrations-He-Ne-Laser zur Verfügung, der das Prinzip eines Lasers anschaulich und effektiv zeigt. Vorwiegend Demonstrationszwecken dient ein Femtosekundenlaser, der auch in der Forschung eingesetzt wird. Weitere Experimente zu Polarisation und Quanteneffekten sind geplant.

Interferometer – so kann man kleinste Abstände messen (Quelle: Munich Centre for Advanced Photonics)

Interferometer – so kann man kleinste Abstände messen (Quelle: Munich Centre for Advanced Photonics)

Klassen haben meist mehr als 15 Schüler, deshalb ist das Programm zweigeteilt. Die Leiterin des PhotonLab, Dr. Silke Stähler-Schöpf, führt zunächst in einem kurzen Vortrag in das Thema „Laser“ ein, danach geht eine Hälfte der Klasse zum Experimentieren. Die andere Hälfte der Klasse darf schon mal einen intensiven Blick in eines der Forschungslabore werfen, die großen Laseranlagen sehen und erfährt Genaueres über die Forschung, an der die Physiker dort arbeiten. Zudem ergibt sich da auch die Möglichkeit zu einem Gespräch mit einem der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Danach wird getauscht, so dass trotz begrenzter Kapazität alle Schüler selbst experimentieren können. Das gesamte Programm nimmt zwischen drei und vier Stunden ein.

Neben den Experimenten für ganze Schulklassen können auch einzelne Schüler unter Aufsicht ihre Experimente für ihre W-Seminar-Arbeiten durchführen. Außerdem bietet die Leiterin für interessierte Schüler Praktika in den Ferien an. Fortbildungen für Lehrer sind selbstverständlich auch im Angebot.

Der Exzellenzcluster hat ein umfangreiches Programm für Schüler auf den Weg gebracht. Das PhotonLab ist nicht das einzige Angebot, denn es gibt darüber hinaus noch eine Reihe Vorträge mit Laborführung, für die sich engagierte Wissenschaftler seit Jahren gerne zur Verfügung stellen. Sowohl Vorträge wie Besuche im Schülerlabor sind kostenfrei und können nach Absprache jederzeit gebucht werden. Das Schülerlabor befindet sich im Max-Planck-Institut für Quantenoptik auf dem Forschungscampus Garching und ist gut mit der U-Bahn zu erreichen (U6 Endstation).

Projektpartner
Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse
Fakultät für Physik der Ludwig-Maximilians-Universität München – www.physik.uni-muenchen.de
Max-Planck-Institut für Quantenoptik – www.mpq.mpg.de

Weitere Informationen
http://www.munich-photonics.de/1/kontakt/

Ansprechpartner
Dr. Silke Staehler-Schoepf, Leitung des Schülerlabors
Schülerlabor PhotonLab am Max-Planck-Institut für Quantenoptik
Tel.: +49 (89) 289-14169 (Büro) / +49 (89) 32905 197 (Labor)
E-Mail: Staehler-Schoepf@physik.uni-muenchen.de