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Okt 23

Von Montag bis Freitag widmen sich die Professoren an der Technischen Universität Dresden vorrangig ihren Studenten. Doch an den trüben Samstagen im November und Dezember gibt es auch für Schüler der Gymnasien die Möglichkeit, richtige Vorlesungen zu besuchen und Physik hautnah zu erleben. An jeweils fünf Samstagen zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien ist der Physikhörsaal für interessante Diskussionen, Besichtigungen und Experimente reserviert. Im aktuellen „Wintersemester“ wird sich dabei vor allem der Optik gewidmet.

Prof. Christian Schroer wird den Nachwuchsstudenten das Thema „Wie Dinge im Kleinen aussehen: Mikroskopie und Beugung mit Licht und Elektronen“ näherbringen: Woher wissen wir eigentlich, dass Materie aus kleinsten Teilchen, den Atomen, aufgebaut ist? Wie sind die Atome angeordnet und welche Folgen hat das für die Eigenschaften eines Körpers? Diesen Fragen kann man mit Hilfe zweier scheinbar sehr unterschiedlicher Methoden begegnen: Der Mikroskopie, bei der man mit Linsen ein Objekt stark vergrößert abbildet, und der Beugung, bei der ein Objekt von einer Seite her beleuchtet und die Verteilung der gestreuten Strahlung registriert wird. Beide Verfahren werden wir genauer betrachten und deren physikalische Grundlagen in Experimenten untersuchen. Am Ende werden die Schüler verstehen, warum Elektronenmikroskope schärfere Bilder liefern als Lichtmikroskope und warum man Röntgenstrahlung braucht, um mit Hilfe der Beugung atomare Strukturen zu vermessen. Weiterlesen »

Sep 05

Penible Mitschriften (Bild: Kinderuni Dresden)

Heute ist ein besonderer Tag für die Schüler der Astrid Lindgren Grundschule Heidenau, denn heute wird nicht die Schulbank gedrückt, heute wird richtig studiert!

Im Audimax im Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden warten die Kinder gespannt auf das Erscheinen von Dr. Marius Ader. Der Neurobiologe am Zentrum für Regenerative Therapien Dresden nimmt sich heute eine Stunde Zeit, um den wissbegierigen Kindern alle Fragen zum Thema „Wie Sehen funktioniert“ zu beantworten. Und von denen schwirren den jungen Studenten jede Menge im Kopf herum: Warum kann man mit Augen sehen? Wie erkennen wir Farben, Formen, Größen, Entfernungen? Warum sind nachts alle Katzen grau? Warum braucht man zum Sehen das Gehirn? Warum sind manche Menschen blind und wird es einmal möglich sein, dass Blinde wieder sehen? Das Sehen ist einer der wichtigsten Sinne des Menschen und dennoch immer noch nicht vollständig verstanden. Die Vorlesung vermittelt den Kindern einen Einblick in das Mysterium des Sehens und Grundlagen zur Funktion des Auges. Damit es nicht beim Pauken blanker Theorie bleibt, wird eigens ein Modell eines begehbaren Auges zur Verfügung gestellt. In diesem wird ein reales Bild, nämlich die im Hörsaal sitzenden Kinder, auf der Netzhaut, welche hier ein Bildschirm ist, abgebildet. Auch wenn die Wissenschaft noch nicht alle Fragen zum Sehen klären konnte – die Grundlagen sind bei dieser anschaulichen Vorlesung allen jungen Studenten auf unterhaltsame Art klargeworden.