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Jan 28

Im Wettbewerb sollen die Verbindungen zwischen Schulen und Wissenschaft koordiniert und gebündelt werden

Die Daumen drücken nicht nur Bürgermeister Frank Schenker, Ellen Staubesand, Dr. Margret Franz und Marina Flämig von Jenakultur. Viele Kooperationspartner sind schon mit von der Partie (Foto: Glasser)

Die Daumen drücken nicht nur Bürgermeister Frank Schenker, Ellen Staubesand, Dr. Margret Franz und Marina Flämig von Jenakultur. Viele Kooperationspartner sind schon mit von der Partie (Foto: Glasser)

Die Stadt der Wissenschaft 2008 hat sich aufgemacht, einen nächsten Schritt zu gehen: Jena bewirbt sich um den Titel „Stadt der jungen Forscher 2011“. Am Freitag, 15. Januar, wurden die Bewerbungsunterlagen für den bundesweiten Wettbewerb eingereicht.„Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den vielfältigen wissenschaftlichen Einrichtungen in unserer Stadt funktioniert schon gut. Jetzt wollen wir dieses Zusammenwirken in eine Struktur und die wissenschaftlichen Kapazitäten zielgerichtet in die Schulen bringen“, sagte Bürgermeister Frank Schenker. Netzwerke seien nötig, um die Potenzen der Stadt noch besser zu nutzen. Es gehe darum, die Schüler stärker als bisher für die Wissenschaft, insbesondere die Naturwissenschaften, zu interessieren.

Zum dritten Mal suchen die Körber-Stiftung, die Robert-Bosch-Stiftung und die Telekom-Stiftung gemeinsam die „Stadt der jungen Forscher“. Bisher wurde der Titel an Göttingen und für dieses Jahr an Gießen vergeben.
Jenakultur hat die Federführung für den Wettbewerb übernommen, der städtische Eigenbetrieb wird von vielen Kooperationspartner unterstützt. Innerhalb des Wettbewerbs werden wissenschaftliche Projekte an Schulen unterstützt, es wird ein Festival der jungen Forscher geben. Darüber hinaus organisieren die drei Stiftungen eine Fortbildungsveranstaltung für Lehrer. „Und wir setzen über den eigentlichen Wettbewerb hinaus noch eine Art Nukleus drauf: Wir richten an einem öffentlichen Ort den Jenaer Science Club ein. Das wird eine Art Bildungsbüro, eine Kontaktbörse für Lehrer, Schüler und Wissenschaftler“, sagte Frank Schenker. Er bezeichnete die Ausschreibung des Wettbewerbs als einen hervorragenden Anlass, „um Überlegungen, die wir ohnehin schon hatten, anzupacken“. Maßgeblich mitentwickelt wurde die Projektidee von Axel Weyrauch, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bildungs- und Kultureinrichtung Imaginata.

Wie viele Städte sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb beteiligen, ist bislang nicht bekannt. Ende Februar werden aus den Bewerbern die drei Finalisten gekürt. Diese Städte präsentieren sich dann im Mai beim „Festival der jungen Forscher 2010“ in Gießen, wo dann ein Jury entscheidet, ob Jena „Stadt der jungen Forscher 2011“ wird.
Der Titelgewinner bekommt 50000 Euro für das Festival der jungen Forscher und für wissenschaftliche Schülerprojekte. Gesellen sich Sponsoren als Unterstützer des Wettbewerbs hinzu, kann das Preisgeld um bis zu 15000 Euro aufgestockt werden. Und schließlich hat sich die Stadt Jena dazu bekannt, den Wissenschaftsclub als nachhaltiges Projekt mit weiteren 50000 Euro zu finanzieren.
„Das ist ein sehr junger Wettbewerb, wir sind überzeugt, dass Jena sehr gute Chancen hat“, sagte Dr. Margret Franz, die Leiterin von Jenakultur.
Nun heißt es Daumendrücken.